Sehenswürdigkeiten Stadt Chiang Mai
Wat Chiang Man, auf der Rajpakini Road, ist der älteste Tempel, erbaut
vom Gründer der Stadt, König Mengrai. Die Haupt-Pagode (Chedi) wird von
fünfzehn Elefantenfiguren gestützt. Der Tempel bewahrt zwei uralte heilige
Buddhastatuen auf, eine aus Marmor aus dem 8. Jh., Flachrelief im indischen
Stil und die andere, Phra Sal Tang Kamani, über tausend Jahre alt, aus
Bergkristall und mit goldenen Haaren. Letztere soll aus Lopburi stammen. Den
Haupteingang ziert eine Tafel mit alter Thai-Inschrift, die von der Gründung
Chiang Mais berichtet.
Wat Chedi Luang mit seinem massivem Chedi wurde bei einem Erdbeben im
Jahr 1465 teilweise zerstört. Es besaß früher eine Höhe von 90 m, heute ist
es immerhin noch 60 m hoch. In der Tempelanlage neben einem heiligen
Bodhibaum (ficus religiosa = der Baum, unter dem Buddha die Erleuchtung
fand) findet man auch den Grundstein der Stadt, den Lak Muang.
Wat Phra Singh, der berühmte Tempel aus dem Jahre 1345 besitzt eine
reizvolle Lai Khan Kapelle; sie beherbergt die vom Volk sehr verehrte Phra
Buddha Sihing Buddhastatue im Sukhothai-Stil.
Im Wat Chet Yot (Tempel der sieben Spiralen) wurde 1477 das 8.
Buddhistische Konzil abgehalten und die Lehre des Erleuchteten revidiert.
Im Wat Ku Tao steht ein einzigartiger Chedi, erbaut 1613 als Urne für die
Asche eines burmesischen Herrschers. Er hat die Form von fünf immer kleiner
werdenden Kugeln, jede mit einer Nische versehen, in der eine Buddhastatue
steht.
Wat Suan Dok wurde im Lustgarten eines Lana-Thai - Herrschers im 14.
Jahrhundert errichtet.
Wat Phra That Doi Suthep ist Chiang Mais exponiertester Tempel, ein
Wahrzeichen vor bewaldeter Bergkulisse hoch über der Stadt gelegen. Sein
goldener Chedi aus dem 16. jahrhundert enthält Buddha - Reliquien. Eine 12
km lange kurvenreiche Berg- und Talfahrt, die gleich neben Chiang Mais
reizendem Zoo beginnt, endet direkt am Fuß der 290 Stufen hohen Treppe, die
mit Naga-Balustraden zum Tempelkomplex hinaufführt.
An der nördlichen Umgehungsstraße, unweit vom Fluß Ping, findet man das
Chiang Mai Nationalmuseum. Es stellt unter anderem Objekte im Chiang
Saen-Stil aus, Stücke im Lop Buri-, Ang Thong- und Sukhothai - Stil. Zu
bewundern ist ein riesiger bronzener Buddhakopf aus dem Tempel Wat Chedi
Luang in der Provinz Sukhothai.
Wer sich einen ersten Eindruck von den Bergvölkern verschaffen will, für
den ist das der Chiang Mai Universität angegliederte
Stammesforschungszentrum für Bergvölker ein Muß. Sein kleines Museum mit
einer Ausstellung von handwerklichen und künstlerischen Produkten der
Einheimischen, gibt einen guten Überblick über die Kulturen der
verschiedenen Bergvölker.
Der Zoo von Chiang Mai soll noch erweitert werden, obwohl er bereits der
größte Stadtzoo Thailands ist. Eine große Vielfalt von Tieren kann von
Pfaden aus beobachtet werden, die über die Hügel laufen. Nahebei bietet das
Huey Kaeo Arboretum schattige Spaziergänge in seinem botanischen Garten.
Sehenswürdigkeiten Provinz Chiang Mai
Bor Sang ist das berühmte Dorf der bunten, handgemalten
Papiersonnenschirme (neun Kilometer östlich der Stadt gelegen).
Drei Kilometer hinter Bor Sang liegt die Ortschaft San Kamphaeng, in der
die beliebten Seiden- und Baumwollwaren handgewebt werden, die man dann auf
dem dortigen Markt erwerben kann. An beiden Seiten der Straße auf dem Weg
dorthin reihen sich zahlreiche Kunsthandwerk-Manufakturen und Werkstätten,
die den Besucher einladen, den Handwerkern bei der Arbeit zuzusehen. Neben
dem überwältigenden Angebot an Baumwolltextilien, Kleidern, Hemden, Taschen,
Decken und Spielzeug, finden sich dort Stapel grellbunter Seidenstoffe und
Seiden-Sarongs. Ihre abstrakten Muster entstehen noch immer durch Einfärben
in der überlieferten Abbindetechnik (Mut Mee). Die traditionellen
Naturfarben aus Beeren, Wurzeln, Erde oder gar pulverisierten Insekten
werden dagegen nur noch selten verwendet. In der östlichen Gegend von San
Kamphaeng werden die charakteristischen Töpferwaren von Chiang Mai aus Ton
und Feldspat hergestellt und vertrieben.
34 km von Chiang Mai oder 23 km hinter San Kamphaeng liegen die heißen
Quellen von San Kamphaeng, wo Sie die Anstrengungen eines langen
Besichtigungstages vergessen können. Roong Aroon Hot Springs, ein Kurhotel
wurde nahe bei den Quellen erbaut. Das heiße Mineralwasser wird direkt in
die Zimmer geleitet.
Die Thai-Celadon-Manufaktur, 6 km nördlich von Chiang Mai an der Straße
nach Fang, stellt sowohl unglasierte und grob gearbeitet Waren für den
alltäglichen Gebrauch als auch feine chinesische Dekorationskeramik her.
Herausragend sind die Erzeugnisse der Thai-Celadon Fabriken, die eine alte
Tradition fortsetzen. Schon im 15. Jahrhundert wurde in Chiang Mai von
chinesischen Künstlern, die aus Sukhothai kamen, diese Keramik mit der
eisenhaltigen, grünlich schimmernden Glasur produziert.
Bergstämme: Sechs größere Bergvölker, die Meo, Lisu, Lahu, Akha, Lawa und
Karen leben im Gebirge um Chiang Mai. Sie sind meist Animisten und verehren
zahllose Wald- und Schutzgeister, die Akha und Karen sind oft auch Christen.
Jeder Stamm hat seine ganz besonderen Brautwerbungs- und Initiationsrituale,
seine bäuerlichen Fruchtbarkeitszeremonien, seine Spiele und Tänze, seine
eigene Ästhetik, aber auch seine eigene Sprache oder seinen eigenen Dialekt.
Vierhundert Meter vom Königspalast entfernt führt ein zwei Kilometer langer
Pfad, den man auch mit dem Geländewagen befahren kann, zu einem Meo-Dorf.
Weitere Bergstammsiedlungen findet man im Mae Sa Tal unweit der Wasserfälle
von Mae Sa und Mae Rim. Dort gibt es Übernachtungsmöglichkeiten inmitten
kunstvoll gestalteter Landschaftsgärten. Yao-Siedlungen befinden sich in den
umliegenden Bergen in Fang und weitere Bergstamm-Dörfer an der Fernstraße
von Chiang Dao nach Fang. Meo- und Karen-Dörfer gibt es auch im Nationalpark
Doi Inthanon.
Elefanten: Ein Elefantencamp liegt im Mae Sa Tal. Elefanten bei
Waldarbeiten sieht man an der Fernstraße von Chiang Dao nach Fang sowie beim
Doi Inthanon Nationalpark. Ein weiteres Elefantencamp findet man neuerdings
in Chiang Dao. Auf zwei bis sieben Tage dauernden Dschungel-Trecks kann man
abgelegenere Bergstammsiedlungen auf Elefanten (oder auch mit dem
Geländewagen) besuchen. Am besten unter Führung junger Bergstammleute, die
meist neben mindestens drei verschiedenen Bergstammdialekten auch Thai und
Englisch sprechen.
Nationalpark Doi Inthanon: Mit Thailands höchstem Berg und reizvollen
Wasserfällen wie dem "Mae Klang" oder "Wachirathan", in deren feuchter Kühle
stille Wälder mit exotischen Farnen und Flechten den 2554 Meter hohen Gipfel
verhüllen, erschließt sich dem Naturliebhaber eine Attraktion besonderer
Art. |